Todesurteil gegen Karlrobert Kreiten vom 3. September 1943
Karlrobert Kreiten wird am 26. Juni 1916 in Bonn als Sohn eines niederländischen Staatsbürgers geboren. Er wächst in Düsseldorf auf und gilt als einer der bedeutenden Pianisten seiner Generation. Im März 1943 äußert er während einer Konzertreise in Berlin unter dem Eindruck der Niederlage von Stalingrad gegenüber einer Freundin seiner Mutter, dass der Krieg verloren sei. Er nennt Hitler “einen Wahnsinnigen”. Die Freundin denunziert Karlrobert Kreiten, der Anfang Mai 1943 festgenommen wird. Der “Volksgerichtshof” unter Vorsitz von Roland Freisler verurteilt ihn wegen “Wehrkraftzersetzung, Feindbegünstigung und defaitistischer Äußerungen” am 3. September 1943 zum Tode. Vier Tage später wird Karlrobert Kreiten in Plötzensee ermordet.
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