Todesurteil gegen Charles Ganty vom 21. Mai 1943
Charles Ganty wird am 17. April 1920 in Jumet bei Charleroi in Belgien geboren. Er ist zunächst Fabrikarbeiter, später arbeitet er als Bergmann. 1939 wird er zum Wehrdienst in der belgischen Armee eingezogen, kommt aber wegen des raschen Vormarsches der deutschen Truppen nicht zum Einsatz an der Front. Ganty wird Ende 1940 als Zivilarbeiter nach Deutschland dienstverpflichtet und arbeitet ab Januar 1941 auf der Zeche “Nordstern” in Gelsenkirchen-Horst. In seinem Lager für ausländische Zivilarbeiter wendet sich Ganty gegen die Nationalsozialisten und ruft zur Arbeitssabotage auf. Im März 1942 verlässt er illegal das Lager und reist in seine belgische Heimat. Nach seiner Rückkehr weist ihn die Gestapo in ein “Arbeitserziehungslager” ein. Er wird erst entlassen, als er sich zu politischem Wohlverhalten verpflichtet. Charles Ganty wird wegen kritischer Äußerungen erneut am 31. August 1942 festgenommen, am 21. Mai 1943 vom “Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 7. September 1943 in Plötzensee ermordet.
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