Todesurteil gegen Julius Fučík vom 25. August 1943
Julius Fučík wird am 23. Februar 1903 in Prag-Smíchov geboren. 1921 schließt er sich der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) an. Der kritische Feuilletonist schreibt für die Literaturzeitschriften “Kmen”, “Tvorba” sowie für das kommunistische Zentralorgan “Rudé Právo”. Nach dem Münchner Abkommen und dem Verbot der KSČ 1938 arbeitet Fučík unter Pseudonym für verschiedene bürgerliche Zeitungen. Als die ČSR im März 1939 von deutschen Truppen besetzt wird, taucht Fučík in Prag unter und gehört seit Februar 1941 der illegalen Inlandsleitung der Kommunistischen Partei an. Am 24. April 1942 wird er von der Gestapo festgenommen. Ein Vollzugsbeamter verschafft Fučík im Gefängnis Gelegenheit zu schreiben und schmuggelt die Texte heraus. So entsteht im Frühjahr 1943 im Prager Gefängnis Pankrác Fučíks “Reportage, unter dem Strang geschrieben”, die nach dem Krieg in vielen Sprachen veröffentlicht wird. Am 24. August 1943 wird Fučík nach Berlin transportiert, am 25. August vom “Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am frühen Morgen des 8. September 1943 ermordet.
Seite 2
zurück
(c) 2003 Gedenkstätte Deutscher Widerstand