| Der 1897 in Tirol geborene Priester Jakob Gapp wird im März 1938 von Graz nach Freistadt/Oberdonau versetzt, weil er sich gegen den “Anschluss” Österreichs an Deutschland ausspricht und es ablehnt, in der Schule das Hakenkreuzabzeichen zu tragen. Gapp kritisiert weiterhin die nationalsozialistische Politik und muss schließlich im Januar 1939 nach Frankreich fliehen. Auch dort klagt er in seinen Predigten die Verfolgung von Katholiken in Deutschland an. Gapp, der zuletzt in Valencia lebt, wird von der Gestapo im November 1942 in das deutsch besetzte Frankreich gelockt und dort festgenommen. Der “Volksgerichtshof” unter Roland Freisler verurteilt ihn wegen “Feindbegünstigung” am 2. Juli 1943 zum Tode. Jakob Gapp wird am 13. August 1943 in Plötzensee ermordet. |