Hermann Kaiser
Der 1885 geborene Gymnasiallehrer Hermann Kaiser wird zu Beginn des Krieges als Reserveoffizier eingezogen und 1940 zum Oberkommando des Heeres versetzt, wo er als Hauptmann die Führung des Kriegstagebuchs beim Stab des Befehlshabers des Ersatzheeres, Friedrich Fromm, übernimmt. Hier findet er Anschluss an die Opposition um Ludwig Beck und Carl Goerdeler. In seinen privaten Aufzeichnungen überliefert Kaiser viele Begegnungen und Gespräche der Mitverschwörer. Er erklärt sich bereit, nach dem Umsturz das Amt eines Staatssekretärs im Kultusministerium zu übernehmen. Außerdem ist er als Verbindungsoffizier im Wehrkreis XII (Wiesbaden) vorgesehen. Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 werden Kaiser und seine beiden Brüder festgenommen. Hermann Kaiser wird am 17. Januar 1945 vom “Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 23. Januar 1945 in Plötzensee ermordet.
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