Libuše Bernasová
Am 21. Juni 1944 wird bei einem alliierten Luftangriff das anliegende Haus des Wohnhauses, in dem sie mit dem niederländischen Zwangsarbeiter Ate Groen lebt, schwer beschädigt. Bei den Aufräumarbeiten, zu denen sie verpflichtet werden, nimmt Libuše Bernasová einen Radioapparat an sich. Dieser wird im September 1944 bei einer Wohnungsdurchsuchung beschlagnahmt und beide festgenommen.
Das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin verurteilt Libuše Bernasová am 3. November 1944 auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” wegen „Plünderns” zum Tode. Ate Groen, dem „Hehlerei” vorgeworfen wird, erhält eine achtzehnmonatige Zuchthausstrafe.
Libuše Bernasová wird 22-jährig am 30. November 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Frauenstrafgefängnisses Barnimstraße von Libuše Bernasová
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1771/2
Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Libuše Bernasová vom 16. November 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1771/2
Sterbeurkunde von Libuše Bernasová vom 1. Dezember 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





