Wilhelm Breining

4. Februar 1891, Eintrachtshütte (Swietochlowice) – 2. März 1943
Wilhelm Breining

Erkennungsdienstliches Foto von Wilhelm Breining, 1940

Bundesarchiv R 3017/30113

Wilhelm Breining absolviert nach der Volks­schule in Hindenburg (Zabrze) eine kauf­männische Lehre und die Handels­schule und ist anschlie­ßend an diversen Orten für verschie­dene Arbeitgeber tätig. Er leistet seinen Militär­dienst und nimmt am Ersten Welt­krieg teil.
In den 1920er Jahren macht er sich als Makler in Hypo­theken und Dar­lehen selbst­ständig in Breslau, lebt ab 1927 einige Zeit in Berlin und dann ab 1935 in Boden­bach (Podmokly) in der Tschecho­slowakei.
Dort wird er Ende 1935 über Franz Josef Dobianer für den tschecho­slowakischen Nach­richten­dienst ange­worben und liefert diesem bis zur Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich regel­mäßig Informa­tionen. Sein Versuch, nach Groß­britannien auszu­wandern, scheitert und er begibt sich nach Polen, wo er unter falschem Namen lebt.
Während eines Besuchs von Verwandten in Breslau wird er am 23. Dezember 1939 festge­nommen. Der 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Wilhelm Breining am 10. Dezember 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode und er wird am 2. März 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.
Der Kaufmann Franz Josef Dobianer wird in einem anderen Verfahren eben­falls zum Tode verur­teilt und am 8. September 1943 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Breining

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Breining vom 21. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/30113

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Breining vom 10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/30113

Sterbeurkunde von Wilhelm Breining vom 4. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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