Wilhelm Breining
In den 1920er Jahren macht er sich als Makler in Hypotheken und Darlehen selbstständig in Breslau, lebt ab 1927 einige Zeit in Berlin und dann ab 1935 in Bodenbach (Podmokly) in der Tschechoslowakei.
Dort wird er Ende 1935 über Franz Josef Dobianer für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst angeworben und liefert diesem bis zur Annexion des Sudetengebiets durch das Deutsche Reich regelmäßig Informationen. Sein Versuch, nach Großbritannien auszuwandern, scheitert und er begibt sich nach Polen, wo er unter falschem Namen lebt.
Während eines Besuchs von Verwandten in Breslau wird er am 23. Dezember 1939 festgenommen. Der 4. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Wilhelm Breining am 10. Dezember 1942 wegen „Landesverrats” zum Tode und er wird am 2. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Der Kaufmann Franz Josef Dobianer wird in einem anderen Verfahren ebenfalls zum Tode verurteilt und am 8. September 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Wilhelm Breining
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Breining vom 21. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/30113
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Wilhelm Breining vom 10. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/30113
Sterbeurkunde von Wilhelm Breining vom 4. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





