Josef Chromják

11. Januar 1914, Trebowitz/Troppau (Opava) – 28. Mai 1943
Josef Chromják wird 1914 als Sohn eines Schmied­gehilf­en in Trebowitz geboren, seine Mutter ist deutschstäm­mig. Er erlernt das Metall­dreher­handwerk und leistet nach einigen Berufs­jahren von 1936 bis 1938 seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowakischen Armee. Seit Frühjahr 1939 ist er bei der Optiko­techna AG in Prerau (Přerov) tätig.
Ende Juni 1942, nach Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht und kurz nach dem Anschlag auf den stellver­tretenden „Reichs­protektor” Reinhard Heydrich, wirbt ihn sein Kollege Jindřich Kubíček für die von ihm und Štěpán Krejčí, einem weiteren Kollegen, gegründete Organi­sation, deren Programm Krejčí schriftlich nieder­gelegt hat. Diese solle das tschechische Volk „einigen” und ihm zu seinem Recht verhelfen. Josef Chromják wendet sich mit dem Programm an seinen Kameraden Josef Vaverka, der jedoch die Teil­nahme ablehnt.
Alle drei Männer werden am 17. Dezember 1942 vom „Volksge­richtshof” we­gen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verräterischer Feindbe­günstigung” zum Tode ver­urteilt und am 28. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Übersetzung des Flugblatts der Widerstandsgruppe von Jindřich Kubíček und Štěpán Krejčí, 1942

Bundesarchiv R 3017/12064

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Jindřich Kubíček und andere vom 17. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/12064

Gnadengesuch von Josef Chromják mit Übersetzung und Abschrift durch seinen Verteidiger, 3. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/12064

Sterbeurkunde von Josef Chromják vom 28. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Chromják, Jindřich Kubíček und Štěpán Krejčí, Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/12064

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