Josef Danda

31. März 1912, Prag – 14. Januar 1943
Josef Danda

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Danda, 1940

Bundesarchiv R 3017/8082

Josef Danda wird am 31. März 1912 in Prag geboren und ist zuletzt als staat­licher Baumeister bei der Bau­direktion der Prager Auto­straßen­gesellschaft tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht, der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” und der Auflösung der Tschecho­slowaki­schen Armee schließt sich der Leutnant der Reserve a. D. im Okto­ber 1939 auf Veran­lassung seines Bekannten Josef Spurný der geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an. Diese besteht vor allem aus ehema­ligen Offizieren und zielt auf die Wieder­herstellung der Tschecho­slowakischen Republik.
Josef Danda wird Leiter der technischen Abteilung im vom Ober­leutnant a. D. Robert Amcha in Prag-Lieben und Prag-Kobilis im Aufbau begrif­fenen Bataillon, Josef Spurný wird Anführer einer der drei Kompanien.
Josef Danda wird am 24. Juni 1940 festge­nommen und am 19. Oktober 1942 vom „Volks­gerichtshof” zusammen mit Josef Spurný, Robert Amcha und zwei weiteren Ange­klagten zum Tode verurteilt. Alle fünf Männer werden am 14. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Danda

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Robert Amcha und andere vom 19. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/8081

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Danda und weiterer Personen vom 14. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/8082

Sterbeurkunde von Josef Danda vom 15. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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