Karl Döpking

28. August 1898, Dankersen/Minden – 14. September 1940
Karl Döpking

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karl Döpking, 1938

Bundesarchiv R 3017/31420

Nach dem Besuch der Volks­schule tritt Karl Döpking in die Kaiser­liche Marine ein und nimmt am Ersten Welt­krieg teil. Ende 1919 wird er aus der Marine entlas­sen und tritt im Ruhr­gebiet in die Sicher­heits­polizei ein. 1920 ist er an der Nieder­schla­gung des Ruhr­auf­stands beteiligt. Nach mehr­jähriger Tätig­keit in der Land­wirt­schaft wechselt er 1926 schließ­lich ins Hotel­fach und ist bis 1936 in Thürin­gen tätig.
Seit 1919 gehört Karl Döp­king der Deutsch­völ­kische Frei­heits­partei an und tritt 1929 in die SA ein. 1930 wird er Mit­glied der NSDAP. Im Herbst 1931 schließt er sich mit meh­reren Ange­hörigen seines SA-Sturms der national­revolu­tionären „Schwarzen Front” um Otto Strasser an.
Im Früh­jahr 1936 geht Döp­king in die Tschecho­slowa­kei und beginnt eine Tätig­keit in der Geschäfts­stelle der „Schwar­zen Front” in Prag, wo er vor allem für den Versand von Werbe­mate­ria­lien an Adressen im Deut­schen Reich zuständig ist, aber auch selbst Artikel verfasst. Zudem kassiert er Zeitungs­gelder für die Schwarze Front und soll laut Anklage vom 27. Juni 1939 am Schmuggel von Spreng­stoff und einem Kurz­wellen­sender beteiligt gewesen sein.
Im Dezem­ber 1937 wird Karl Döp­king gemein­sam mit Helmut Kremin nach Konflik­ten mit Ange­hörigen des tsche­chischen Nach­richten­dienstes festge­nommen. Sie werden am 13. Mai 1938 wegen Betrugs verur­teilt und nach Ungarn abge­schoben. Nach ihrer Auswei­sung aus Ungarn werden die beiden Männer am 25. Mai 1938 an der Grenze festge­nommen.
Sie werden am 20. Septem­ber 1939 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat in Tatein­heit mit Spreng­stoff­ver­brechen” vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zum Tode verur­teilt. Karl Döp­king und Helmut Kremin werden am 14. Septem­ber 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Döpking

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Döpking und Helmut Kremin, 20. September 1939

Bundesarchiv R 3017/16256

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Karl Döpking, 14. September 1940

Bundesarchiv R 3017/31417

Sterbeurkunde von Karl Döpking vom 14. September 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Karl Döpking und Helmut Kremin, 14. September 1940

Bundesarchiv R 3017/31417

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