Karl Dornbusch

11. Oktober 1895, Kremmen/Osthavelland – 29. Juli 1943
Karl Dornbusch

Erkennungsdienstliches Foto von Karl Dornbusch

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16117

Karl Dornbusch erlernt nach der Volks­schule das Bäcker- und Konditoren­handwerk. Er nimmt am Ersten Weltkrieg teil und gehört anschließend einem Frei­korps an. Nach dem Besuch der Polizei­schule ist er im Rheinland und in Westfalen eingesetzt, wird jedoch nach der Auflösung seiner Polizei­truppe arbeitslos. Später ist Dornbusch als Industrie­arbeiter tätig.
Zwischen 1921 und 1929 wird er wegen verschie­dener Eigentums­delikte verurteilt. Seit 1935 arbeitet er in Berlin als Bauarbeiter, lebt jedoch aufgrund einer Erkrankung 1942 zeitweise von Kranken­geld. Er wird am 21. März 1943 unter dem Vorwurf festge­nommen, am Anhalter Bahnhof mehrere Kofferdieb­stähle begangen und den Inhalt der Koffer zum Teil für sich, zum Teil weiter­verkauft zu haben.
Karl Dornbusch wird vom Sonder­gericht VII beim Land­gericht Berlin am 16. Juni 1943 auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung” wegen „fortgesetztem gewerbs­mäßigen Diebstahls” zum Tode verurteilt.
Er wird am 29. Juli 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Dornbusch

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16118

Tenor des Urteils gegen Karl Dornbusch, 21. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16117

Mitteilung über die Hinrichtung von Karl Dornbusch, 30. Juli 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16118

Sterbeurkunde von Karl Dornbusch vom 30. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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