Nazarin Drailly

29. April 1900, Gilly – 28. Juli 1943
Nazarin Drailly

Nazarin Drailly

Privatbesitz

Nazarin Drailly lebt in Brüssel und arbeitet als Buch­halter. Am 13. Januar 1941 wird dort die Handels­firma SIMECXO (Sociéte impor­tation exportation) gegründet, deren Teilhaber Drailly ist. 1942 wird er zum Firmen­direktor ernannt.
Über diese Tarnfirma werden durch Handels­partner wie die Organisation Todt Infor­mationen über die deutschen Kriegs­planungen gesammelt. Diese übermitteln sie an den sowje­tischen militärischen Nach­richten­dienst GRU. Die Gestapo fasst diese und andere Wider­stands­gruppen in Europa unter dem Sammel­begriff „Rote Kapelle“ zusammen.
Nach mehreren Verhaf­tungen im Umfeld der Roten Kapelle wird die belgischen Gruppe im Juni 1942 aufgelöst. Drailly wird dennoch am 6. Januar 1943 in Brüssel festge­nommen und in das Konzen­trations­lager Fort Breen­donk gebracht. Am 16. März 1943 ergeht gegen Nazarin Drailly ein Todes­urteil. Im April wird er zusam­men mit anderen Personen im Umfeld der Roten Kapelle in Frankreich und Belgien nach Berlin gebracht.
Nazarin Drailly wird am 28. Juli 1943 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gründungstag der Tarnfirma „Simexco” mit den Gesellschaftern, v. l. hinten: Nazarin und Charles Drailly, Maurice Beublet, Jean Passelcq, Robert Christen, Henri Seghers, Henri De Ryck, vorn links Viktor Sukulow, 13. Januar 1941

Publikation Leo Trepper: Die Wahrheit, München 1975

Sterbeurkunde für Nazarin Drailly vom 29. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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