Dorothea Fonden

8. Oktober 1902, Berlin – 5. Oktober 1943
Dorothea Fonden erlernt nach ihrer Schulentlassung den Beruf einer Lageristin im Hutgewerbe. Sie ist seit Ende der 1930er Jahre im Wohlfahrtsamt des Berliner Bezirks Horst Wessel (Friedrichshain) als Maschinenschreiberin beschäftigt.
Sie kritisiert wiederholt die nationalsozialistische Politik. Gemeinsam mit Kollegen verbreitet sie ein Spottgedicht auf Hitler, den Krieg und die NSDAP. Dorothea Fonden wird daraufhin denunziert und am 13. September 1943 gemeinsam mit ihren Kollegen wegen „staatsfeindlicher Betätigung” festgenommen. Als der Berliner Gauleiter Joseph Goebbels von dem Vorfall erfährt, fordert er ein schnelles Todesurteil.
Johann Dombrowski, Fritz Pahnke, Fritz Großpietsch und Dorothea Fonden werden am 2. Oktober 1943 vom Oberreichsanwalt beim „Volksgerichtshof” angeklagt. Bereits zwei Tage später werden sie vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” unter dem Vorsitz von Roland Freisler wegen „Wehrkraft­zersetzung” zum Tode verurteilt.
Johann Dombrowski, Fritz Pahnke, Fritz Großpietsch und Dorothea Fonden werden nur einen Tag nach ihrem Todesurteil im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Dorothea Fonden und andere, 2. Oktober 1943

Bundesarchiv R 3017/34108

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Dorothea Fonden und andere, 4. Oktober 1943

Bundesarchiv R 3017/5354

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