Frieda Horstbrink

4. September 1896, Altenhagen/Kreis Bielefeld – 1. November 1943
Frieda Plauel ist bis zur ihrer Ehe­schließung mit Gustav Horst­brink in der Land­wirtschaft und als Haus­gehilfin tätig. Aus der Ehe gehen acht Kinder hervor. Gustav Horst­brink ist im Roten Front­kämpfer­bund und später in der SPD engagiert.
Frieda und Gustav Horst­brink werden im Januar 1943 gemein­sam mit dem befreundeten Ehepaar Lina und August Beck­mann sowie einem weiteren Bekannten festge­nommen. Ihnen wird vorgeworfen, sich zu einer „kommu­nistischen Zelle” zusammen­geschlossen zu haben und gemein­sam den Moskauer und Londoner Rund­funk abgehört zu haben. Die beiden Männer sollen zudem „Feind­flug­blätter” verbreitet haben.
Frieda und Gustav Horstbrink sowie das Ehepaar Beck­mann werden am 28. September 1943 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Frieda Horstbrink und Lina Beck­mann werden am 1. November 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet. Ihre Ehemänner sterben am selben Tag im Zucht­haus Branden­burg-Görden.

Dokumente

Anklageschrift gegen Lina und August Beckmann, Frieda und Gustav Horstbrink und Hugo Hillebrenner, 16. August 1943

Bundesarchiv R 3017/28571

Todesurteil des „Volksgerichthofs” gegen Lina und August Beckmann sowie Gustav und Frieda Horstbrink, 28. September 1943

Bundesarchiv R 3017/28571

Sterbeurkunde von Frieda Horstbrink vom 3. November 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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