Charlotte Joch

22. Februar 1906, Spandau – 25. Juni 1943
Charlotte Joch, geborene Merten, wird im November 1942 für drei Wochen in das Arbeits­erziehungs­lager Fehrbellin einge­wiesen. Sie ist nach der Trennung von ihrem Mann obdach­los und geht keiner geregelten Arbeit nach.
Im Januar 1943 bricht sie gemeinsam mit einem italienischen Arbeiter in verschie­dene Garten­lauben ein. Bei einem der Einbrüche verständigt der Lauben­besitzer die Polizei. Charlotte Joch wird fest­genommen, der Mittäter kann entkommen.
Sie wird am 28. April 1943 vom Sonder­gericht VII beim Land­gericht Berlin auf der Grundlage der „Volks­schädlingsver­ordnung” zum Tode verurteilt, da sie sich „die zur Ausnut­zung der zur Abwehr von Flieger­gefahr getroffenen Maßnahmen” zunutze gemacht habe.
Charlotte Joch wird am 25. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Mitteilung über die Hinrichtung von Charlotte Joch, 25. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 932

Sterbeurkunde von Charlotte Joch vom 26. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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