Jaroslav Kladiva

24. Februar 1902, Reichenau (Rychnov) – 25. Mai 1943
Jaroslav Kladiva kommt am 24. Februar 1902 in Reichen­au (Rychnov) zur Welt. Er ist Schrift­leiter der Prager Ta­geszeitung „Lidové noviny”.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht erklärt er sich Ende November 1939 auf An­frage von Jaroslava Částková hin bereit, für einen nach Belgrad geflohenen bri­tischen Auslands­korres­pondenten Nach­richten aus dem „Protektorat” zusam­menzutra­gen.
Jaroslav Kladiva übermittelt ihr in den folgenden Wochen Informa­tionen aus Politik und Wirtschaft, aber auch über die Wehrmacht und Fest­nahmen der Gestapo. Anfang November 1940 eröffnet ihm Jaroslava Částková, dass die Nach­richten in erster Linie für die tschechische Auslands­bewegung bestimmt seien. Jaroslav Kladiva beliefert sie bis April 1940 weiterhin mit Nachrichten.
Er wird am 21. Juni 1940 festge­nommen. Der „Volksge­richtshof” verurteilt ihn am 9. Dezember 1942 zusam­men mit Jaroslava Částková und zwei weiteren Angeklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und landes­verrä­terischer Feindbe­günstigung” zum Tode. Das für Kladiva gemäß § 80 Abs. 1 vorgesehene Strafmaß der lebens­langen Zucht­haus­strafe könne den Strafzweck nicht erreichen, so das Urteil.
Jaroslav Kladiva wird am 25. Mai 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslava Částková und andere vom 6. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-317-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslava Částková und andere vom 9. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-317-2

Sterbeurkunde von Jaroslav Kladiva vom 26. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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