Anna Krauss

27. Oktober 1884, Open (Opin) – 5. August 1943
Anna Krauss

Anna Krauss

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Anna Friese kommt 1905 nach Berlin und heiratet dort 1911 den Ungarn Josef Krauss, der 1914 im Ersten Welt­krieg fällt.
Seit Mitte der 1920er Jahre ist Annie Krauss mit John Graudenz bekannt, über den sie ihr Haus als Quartier für Verfolgte zur Verfügung stellt. Ebenfalls über John Graudenz entsteht ab 1939/40 der Kontakt zu Harro Schulze-Boysen und der Roten Kapelle.
Anna Krauss unter­stützt die Gruppe unter anderem durch den Druck von Flug­blättern. Der dazu genutzte Apparat wird bei ihrer Fest­nahme am 14. September 1942 in ihrem Wohn­haus gefunden.
Das Reichs­kriegs­gericht verurteilt sie am 12. Februar 1943 zum Tode. Ihr Gnaden­gesuch wird am 21. Juli 1943 von Hitler abge­lehnt und Anna Krauss am 5. August in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Ablehnung der Gnadengesuche von 17 Mitgliedern der Roten Kapelle durch Adolf Hitler, 21. Juli 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA)

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Anna Krauss und andere, 4. August 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA)

Sterbeurkunde von Anna Krauss vom 6. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück