Ewa Martynowicz

21. Januar 1893, Raniżów – 5. April 1943
Ewa Martynowicz

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Ewa Martynowicz, 1942

Bundesarchiv R 3017/37734

Ewa Martynowicz, geborene Belsa, stammt aus Raniżów in Galizien und lebt seit 1922 in der Nähe von Toruń.
Die Witwe und ihre acht Kinder sind seit Juli 1940 als „Zivil­arbeiter” auf dem Gut Ritters­berg im Kreis Schlo­ch­au unter­gebracht. Dort werden auch Kriegsge­fangene als Arbeits­kräfte eingesetzt. Einige davon sind polnischer Herkunft. Ewa Martynowicz und besonders ihr ältester Sohn pflegen freund­schaft­lichen Umgang mit den Gefan­genen. Um die Post­kontrolle zu umgehen, lassen sich die Männer ihre Post an Ewa Martynowicz senden. Als einige der Kriegs­gefangenen fliehen möch­ten, bespre­chen sie dies mit Ewa Martynowicz und ihrem ältesten Sohn. Unmittel­bar vor der Flucht sorgt sie für Proviant für die Kriegs­gefan­genen. Die Geflo­henen werden am Tag nach ihrer Flucht wieder ergriffen.
Ewa Martynowicz wird vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” am 15. Februar 1943 wegen „landes­verräte­rischer Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt.
Sie wird am 5. April 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ewa Martynowicz und andere vom 12. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/37734

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ewa Martynowicz und andere vom 15. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/37734

Bericht zur Vollstreckung der Todesstrafe an Ewa Martynowicz vom 7. April 1943

Bundesarchiv R 3017/49590

Sterbeurkunde von Ewa Martynowicz vom 6. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück