Maria Stein

2. August 1889, Berlin – 18. August 1944
Maria Stein

Maria Stein

Museum Pankow

Maria Kuschka arbeitet von 1910 bis 1923 als Aufwarte-, Wasch- und Portiersfrau. Später ist sie als Reini­gungskraft in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin tätig. Sie lernt hier Bruno Stein kennen, den sie 1931 heiratet. Beide übernehmen 1931 ein Elektro­geschäft in Prenzlauer Berg.
Maria Stein, die seit 1922 der KPD angehört, kämpft nach 1933 mit ihrem Mann gegen das NS-Regime. Auch ihre Schwägerin Johanna, die Schwester ihres Mannes, und deren Mann Bruno Hinz sind im Widerstand aktiv. Nach Kriegsbeginn arbeiten sie mit einem illegalen Instrukteur des Zentralkomitees der KPD zusammen. Dem sowjetischen Fallschirmspringer Josef Weingart, der im März 1943 nach Berlin kommt, gewähren sie Quartier.
Maria Stein und Johanna Hinz werden vom „Volksgerichtshof“ am 4. Juli 1944 zum Tode verurteilt. Beide Frauen werden am 18. August 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Ihre Ehe­männer sind bereits am 30. Mai 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet worden.

Dokumente

Anklageschrift gegen Maria und Bruno Stein sowie Johanna und Bruno Hinz, 17. Februar 1944

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Maria Stein und Johanna Hinz, 4. Juli 1944

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

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