Josef Tacl

3. März 1892, Wildenschwert (Ústí nad Orlicí) – 2. September 1942
Josef Tacl

Josef Tacl

Publikation Ministerstvo obrany (Hg.): Vojenské osobnosti československého odboje 1939 - 1945, Prag 2005

Josef Tacl wird am 3. März 1892 in Wilden­schwert gebo­ren und besucht nach der Bürger­schule eine Lehrerbil­dungs­anstalt. Er nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil, wird nach dem Krieg als Offizier in die neu gebildete Tschecho­slowa­kische Armee über­nommen und gehört dem Großen General­stab an. Zuletzt ist er als Verwal­tungs­direktor beim Gewerbe­inspek­torat für Lohn­fragen in Pardubitz beschäf­tigt.
Tacl wird im Frühjahr 1939 für die Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation) ange­worben. Die Organi­sation tschecho­slowa­kischer Offiziere, die sich nach der Errich­tung des „Protek­torats“ gebildet hat, versucht unter deutscher Besat­zung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Tacl baut den Abschnitt Ost­böhmen auf und besetzt die Kom­mando­stellen in den einzelnen Kreisen und Bezirken der ON mit ange­worbenen früheren Offizieren. Das Kreis­kom­mando in Pardubitz übernimmt er selbst und baut es organi­satorisch weiter aus.
Josef Tacl wird festge­nommen, am 17. Dezember 1941 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat und Feind­begüns­tigung” zum Tode verur­teilt und zusammen mit dem ebenfalls in diesem Fall angeklag­ten Zdeněk Tvrz am 2. September 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Tacl

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Josef Tacl vom 22. Juli 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-241-11

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Tacl vom 17. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/15413

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Tacl und Zdeněk Tvrz

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-241-13

Sterbeurkunde von Josef Tacl vom 2. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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