Georg Vötter

6. Juli 1901, Leipzig – 11. Mai 1943
Georg Vötter

Georg Vötter

Bundesarchiv R 3017/33941

Der Sohn eines Klempners erlernt den Beruf des Schrift­setzers und tritt bereits 1920 in die KPD ein. Er engagiert sich ab 1928 auch in der Inter­natio­nalen Arbeiter­hilfe (IAH). 1933 wird er Mitglied der Bezirks­leitung der IAH in Berlin-Bran­denburg und leitet den Unter­bezirk Friedrichs­hain.
Im Dezember 1935 wird Georg Vötter festge­nommen und wegen seiner illegalen Arbeit für die IAH zu einer Zucht­haus­strafe von fünf Jahren verur­teilt. Während der Inhaf­tierung Vötters trifft sich im Haus seiner Frau Charlotte ein kommu­nis­tischer Schulungs­kreis um Werner Schau­mann und Karl Kunger.
Werner Steinbrinck und Hilde Jadamowitz sowie Joachim Franke stoßen ebenfalls hinzu. Aus dieser Dis­kussions­runde ensteht die von der Gestapo später so bezeichnete „Gruppe Franke”, die später in Kontakt zu Wider­stands­kreisen um Herbert Baum steht.
Nach der Haft­entlas­sung von Vötter im Juli 1940 geht der Schulungs­kreis auf Distanz zu ihm, da Vötter noch unter Polizei­auf­sicht steht. Er ist neben Stein­brinck, Franke und anderen dennoch an dem Entwurf für die Artikel der illegalen Flug­schrift „Der Ausweg” beteiligt.
Nach dem Brand­anschlag auf die NS-Propa­ganda­aus­stellung „Das Sowjet­paradies” durch die Baum-Gruppe wird auch der Kreis um Franke ent­tarnt. Georg Vötter wird am 22. Mai 1942 fest­ge­nommen, am 5. Februar 1943 vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am 11. Mai 1943 in Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Georg Vötter und andere, 8. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33941

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Georg Vötter und andere, 5. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/33941

Ablehnung eines Gnadenerweises für Georg Vötter, Werner Schaumann, Artur Illgen und Adolf Bittner, 22. April 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Georg Vötter, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/33941

Mitteilung über die Hinrichtung von Georg Vötter, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/33941

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