Irene Walther
Sie ist Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) in Berlin-Südost. 1935 bauen sie und der Dreherlehrling Heinz Birnbaum an ihrem Arbeitsplatz in Berlin-Kreuzberg eine illegale Betriebszelle des KJVD auf.
Beide gehören früh zu der Widerstandsgruppe um Herbert Baum. Irene Walther fertigt in diesem Zusammenhang unter anderem illegale Schriften mit der Schreibmaschine an. Sie ist auch an dem Brandanschlag auf die nationalsozialistische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” am 18. Mai 1942 beteiligt.
Nach dieser Aktion wird die Gruppe enttarnt und Irene Walther am 23. Mai 1942 festgenommen. Sie wird vom Berliner Sondergericht V mit anderen Mitgliedern der Gruppe am 16. Juli 1942 zum Tode verurteilt und am 18. August 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Irene Walther
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Liste der Festnahmen von Mitgliedern die Baum-Gruppe der Gestapo-Leitstelle Berlin, Mai 1942
Bundesarchiv R 58/204
Schlussbericht der Gestapo-Leitstelle Berlin über die Gruppe um Herbert Baum und den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies”, 27. August 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Meldung über den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies“, 19. Mai 1942
Bundesarchiv NS 19/1771
Sterbeurkunde von Irene Walther vom 18. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





















