Heinrich Warnke

17. Juni 1898, Bremen – 4. Oktober 1939
Der Arbeiter Heinrich Warnke lebt mit seiner Frau in Klein Bram­stedt (Kreis Syke). Er gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jeho­vas an. Mit Beginn des Zweiten Welt­krieges wird er zur Wehr­macht einge­zogen, aus religiösen Gründen verwei­gert er den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler.
Bereits kurz vor dem deutschen Über­fall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­verord­nung” in Kraft getreten, nach der die Verwei­gerung des Militär­dienstes als „Zer­setzung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Heinrich Warnke wird festge­nommen und am 11. September 1939 vom Ober­reichs­kriegs­anwalt ange­klagt. Am 15. September wird er vom Reichs­kriegs­gericht in Berlin zum Tode verur­teilt und am 4. Oktober 1939 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinrich Warnke

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Heinrich Warnke vom 4. Oktober 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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