Gertrud Westphal

17. März 1914, Waren/Müritz – 11. Januar 1940
Die Näherin Gertrud West­phal wird vom Arbeits­amt verpflich­tet, in der Warener Kar­toffel­flocken­fabrik zu arbeiten. Dort kommt es in der Nacht zum 18. November 1939 zu einem schweren Brand, als sie eine noch glühende Zigarette weg­wirft. Ihr wird vorge­worfen, das Feuer mut­willig verur­sacht und damit „die Widerstandskraft des deutschen Volkes erheblich geschädigt“ zu haben.
Das Sonder­gericht Schwerin verur­teilt sie am 29. November 1939 wegen Brand­stiftung auf Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung“ zum Tode.
Gertrud West­phal wird 25-jährig am 11. Januar 1940 in der Straf­anstalt Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gertrud Westphal

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Gertrud Westphal vom 11. Januar 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück