Stanislaus Wienczorkowski

5. November 1913, Dzikowo/Kreis Leipe (Dzikowo/Lipno) – 16. April 1943
Stanislaus Wienczorkowski

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stanislaus Wienczorkowski, 1942

Bundesarchiv R 3017/38860

Stanislaus Wienczor­kowski wird in Dzikowo geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule erlernt er das Schneider­handwerk und arbeitet als landwirt­schaftlicher Arbeiter. Er dient in den Jahren 1934 bis 1936 als polnischer Soldat.
Am 10. März 1942 flieht der englische Kriegs­gefangene George Marshall aus einem Lager in Thorn. Auf seiner Flucht bittet dieser Stanislaus Wienczorkowski um Hilfe. Wienczor­kowski bewirtet den entflohen­en Kriegsge­fangenen, gewährt ihm eine Nacht Unterkunft und ver­sorgt ihn mit Zivil­kleidung. Er und fünf weitere polnische Bürger, die dem Kriegs­gefangenen ebenfalls bei seiner Flucht geholfen haben, wer­den im Juli und August 1942 festge­nommen und vor dem „Volksge­richtshof” ange­klagt.
Stanislaus Wienczorkowski wird am 12. Februar 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „landesver­räteri­scher Feindbe­günstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stanislaus Wienczorkowski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislaus Wienczorkowski und andere vom 12. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Handschriftliches Gnadengesuch des Vaters von Stanislaus Wienczorkowski vom 26. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe an Stanislaus Wienczorkowski vom 16. April 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

Mitteilung des Abganges des Gefangenen Stanislaus Wienczorkowski vom 16. April 1943

Bundesarchiv R 3017/38860

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