Martin Winkler

26. Mai 1909, Erdmannsdorf/Hirschberg (Mysłakowice) – 15. August 1942
Martin Winkler arbeitet nach der Volks­schule zwei Jahre in einem Säge­werk und geht dann auf Wander­schaft. Nach­dem er diverse Länder durch­quert hat, arbeitet er als Weber in Liebau (Lubawka) in Nieder­schlesien nahe der tsche­chischen Grenze. 1924 tritt er in den kom­munis­tischen Jugend­verband ein und gehört der Inter­natio­nalen Arbeiterhilfe und dem Textil­arbeiter­ver­band an.
1936 wird er über einen Bekannten für den tsche­chischen Nach­richten­dienst ange­worben, dem er Infor­mationen über Befes­tigungen aus dem deutschen Grenz­gebiet liefert. Im Juli 1936 wird er in den Grenz­schutz einberufen. Er wird festge­nommen und vor dem Ober­reichs­anwalt ange­klagt, die „Interessen der deutschen Landes­vertei­digung durch seinen Verrat ganz erheblich gefährdet” zu haben.
Martin Winkler, der verhei­ratet ist und ein kleines Kind hat, wird am 18. Mai 1942 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zum Tode verur­teilt und am 15. August 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Martin Winkler

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Martin Winkler vom 15. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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