Paul Winzen
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 gründet er in Dortmund mit Josef Kasel, Walter Gawehn, seinem Bruder Erich und anderen eine Widerstandsgruppe. Der theoretische Kopf der Gruppe verdient seinen Lebensunterhalt als Schreibwarenhändler.
1938/39 entwickelt er in verschiedenen Schriften Ansätze einer Theorie des „Neuen Sozialismus“, die sich gleichermaßen vom sowjetischen Modell des Kommunismus wie der deutschen Sozialdemokratie abgrenzt.
Im Zweiten Weltkrieg dient er als Soldat, bis er im Juni 1940 wie andere Mitglieder der Gruppe festgenommen wird.
Am 21. Februar 1942 verurteilt ihn der „Volksgerichtshof“ wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ in Verbindung mit „Vorbereitung zum Hochverrat“ und „Rundfunkverbrechen“ zum Tode. Paul Winzen wird am 12. Juni 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Paul Winzen
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Paul Winzen und andere vom 28. November 1941
Bundesarchiv R 3017/36282
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Paul Winzen und andere vom 21. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/36282
Sterbeurkunde von Paul Winzen vom 12. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















































