Franz Wlodarczyk

27. März 1896, Oberröblingen – 29. August 1941
Franz Wlodarczyk

Polizeiaufnahme von Franz Wlodarczyk

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4681

Franz Wlodar­czyk wächst mit fünf Geschwis­tern in einer Berg­arbeiter­familie auf und muss bereits in der Volks­schule zum Lebens­unter­halt beitra­gen, nach­dem der Vater ver­stor­ben ist. Nach der Schul­entlas­sung arbeitet er im ört­lichen Braun­kohle­berg­werk. Seit einem Unfall ist er nur noch teil­erwerbs­fähig und arbei­tet als Pferde­pfleger und Haus­gehilfe. In seiner Jugend wird er erst­mals straf­fällig und verbüßt wegen Eigen­tums­delik­ten meh­rere Haft­strafen.
Nach Kriegs­beginn stiehlt er im Berliner Umland regel­mäßig Fahr­räder und ver­kauft diese weiter. Da diese seither nur über Bezugsschein zu bekommen sind, ist die Nachfrage groß. Franz Wlodar­czyk wird am 7. Juli 1941 vom Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin wegen Diebstahls im Rückfall auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt.
Franz Wlo­darczyk wird am 29. August 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Wlodarczyk

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Franz Wlodarczyk vom 29. August 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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