Walter Wobbrock

15. November 1904, Sarbske/Lauenburg (Sarbsk/Lębork) – 27. November 1936
Walter Wobbrock erlernt den Kauf­manns­beruf, tritt 1925 in die Reichs­wehr ein und dient in einem Infan­terie­regiment in Kol­berg. Im Mai 1932 wird er aus dem Militär ent­lassen und lebt fortan von Gelegen­heits­arbeiten. Seit November 1933 ist er Mitglied des SA-Sanitäts­sturms in Kolberg.
Im Sommer 1932 wird er von einem polni­schen Nach­richten­offizier für die Mitarbeit gewonnen und unter­nimmt in dessen Auftrag mehrere Reisen ins deutsch-pol­nische Grenz­gebiet mit dem Auftrag, Informa­tionen über die deutsche Aufrüs­tung zu erhalten, bis er Mitte Februar 1935 festge­nommen wird. Im Oktober klagt ihn der Ober­reichs­anwalt des „Verrats von Staats­geheim­nissen” an.
Am 6. Februar 1936 verur­teilt der „Volks­gerichts­hof” ihn wegen „Lan­des­verrats” zum Tode. Sein Antrag auf Wieder­aufnahme des Verfah­rens und sein Gnadengesuch werden abge­lehnt und Walter Wobbrock am 27. November 1936 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walther Wolbrock

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Walter Wobbrock vom 8. Oktober 1935

Bundesarchiv R 3017/36712

Sterbeurkunde von Walter Wobbrock vom 27. November 1936

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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