Hugo Zappe
Ab 1927 lebt er auf von einer völkischen Siedlungsbewegung vermittelten Gütern in der Nähe von Görlitz. Wegen Betrugs verbüßt er eine fünfzehnmonatige Haftstrafe und wird anschließend im April 1930 in die Tschechoslowakei ausgewiesen.
1931 wird Hugo Zappe für den tschechischen Nachrichtendienst tätig und liefert diesem bis 1937 Informationen über die DNSAP, die Bewaffnung von SA-Männern im sächsischen Grenzgebiet sowie ab 1934 aus der von ihm selbst geleiteten Sudetendeutschen Kontrollstelle in Dresden. Diese sucht unter politischen Flüchtlingen nach Beauftragten des tschechoslowakischen Nachrichtendiensts.
Hugo Zappe wird am 12. August 1938 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 29. Oktober 1938 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hugo Zappe
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Hugo Zappe vom 12. August 1938
Bundesarchiv R 3017/33234

