Hugo Zappe

27. März 1904, Reichenau (Rychnov u Jablonce nad Nisou) – 29. Oktober 1938
Der kauf­männische Ange­stellte Hugo Zappe gehört zur deutschen Minder­heit in der Tschecho­slowa­kei. 1921 tritt er in die Jugend­gruppe der Deutschen Natio­nal­­sozialis­­tischen Arbeiter­­partei der Tschecho­­slowakei (DNSAP) in Gablonz ein und führt zeitweise haupt­amtlich den Kreis Nord-Böhmen.
Ab 1927 lebt er auf von einer völki­schen Sied­lungs­bewe­gung ver­mittelten Gütern in der Nähe von Görlitz. Wegen Betrugs verbüßt er eine fünf­zehn­monatige Haftstrafe und wird anschlie­ßend im April 1930 in die Tsche­cho­slowa­kei ausgewiesen.
1931 wird Hugo Zappe für den tsche­chischen Nach­richten­dienst tätig und liefert diesem bis 1937 Informa­tionen über die DNSAP, die Bewaff­nung von SA-Männern im säch­sischen Grenz­gebiet sowie ab 1934 aus der von ihm selbst gelei­teten Sudeten­deutschen Kontroll­stelle in Dresden. Diese sucht unter politischen Flücht­lingen nach Beauf­tragten des tschecho­slowa­kischen Nach­richten­diensts.
Hugo Zappe wird am 12. August 1938 vom 3. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Lan­des­verrats” zum Tode verur­teilt und am 29. Oktober 1938 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hugo Zappe

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Hugo Zappe vom 12. August 1938

Bundesarchiv R 3017/33234

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