Artur Zerbe

5. März 1898, Berlin – 13. September 1943
Artur Zerbe

Erkennungsdienstliches Foto von Artur Zerbe, 1943

Bundesarchiv R 3017/36438

Nach seinem Schulab­schluss absolviert Artur Zerbe eine Gürtlerlehre und arbeitet anschließend in diesem Beruf in verschie­denen Berliner Betrieben.
Zwischen 1916 und 1918 nimmt er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und erhält das Front­kämpfer­ehrenkreuz. Von 1935 an ist er als Schweißer tätig. Im Umkleide­raum seines Betriebs äußert er sich im Januar 1943 gegenüber Kollegen zur Situation der deutschen Soldaten in Stalin­grad und fordert, dass die Soldaten „ihre Gewehre umdrehen und ihre Offiziere erschießen“ sollten.
Er wird von seinen Kollegen denunziert, am 26. Januar 1943 festge­nommen und unter dem Vorwurf angeklagt, „den Willen des deutschen Volkes zur wehrhaften Selbst­behauptung zu lähmen oder zu ersetzen gesucht zu haben“.
Der 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ verurteilt ihn am 5. Juli 1943 zum Tode. Artur Zerbe stellt am 6. Juli 1943 einen Antrag auf Wieder­aufnahme seines Verfahrens, der jedoch am 25. August 1943 vom „Volks­gerichtshof” abgelehnt wird.
Artur Zerbe wird am 13. September 1943 in der Strafan­stalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Artur Zerbe

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Zerbe, 2. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/36438

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Zerbe, 5. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/36438

Ablehnung eines Wiederaufnahmeantrages von Artur Zerbe durch den 1. Senat des „Volksgerichtshofs”, 25. August 1943

Bundesarchiv R 3017/36438

Sterbeurkunde von Artur Zerbe vom 16. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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