Franz Bauer

11. Juni 1890, Reichenbach/Vogtland – 28. September 1940
Franz Bauer arbeitet nach der Volks­schule als Hilfs­arbeiter in verschie­denen Fabriken. 1915 wird er zum Militär­dienst in die öster­reichisch-unga­rische Armee einbe­rufen und nimmt am Ersten Welt­krieg teil. 1930 siedelt er in das in der Tschecho­slowakei gelegene Sudeten­gebiet über und ist als Handels­vertreter für unterschied­liche Firmen tätig, ab 1936 geht es ihm wirt­schaftlich sehr schlecht.
Aus dieser Notlage heraus lässt sich Franz Bauer Mitte 1937 vom tschechischen Nach­richten­dienst anwerben. Er erledigt für Stabs­kapitän Částka als „Korres­pondent” schriftliche Arbeiten sowie die Prüfung von geeig­neten Personen, die über Zeitungs­inserate heran­gezogen werden. Am 2. Juli 1938 wird er in Riesa festge­nommen.
Der „Volks­gerichtshof” verurteilt Franz Bauer am 9. Juli 1940 wegen „Landes­verrats” zum Tode. Seine Gnaden­gesuche werden abgelehnt und der Vater zweier Töchter am 28. September 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Bauer

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksge­richtshofs” gegen Franz Bauer vom 9. Juli 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-3-3

Gnadengesuch von Franz Bauer vom 13. Juli 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-3-3

Ablehnung Gnadenerweis für Franz Bauer durch den Präsidenten des 4. Senats des „Volksgerichtshofs” vom 25. Juli 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-3-3

Sterbeurkunde von Franz Bauer vom 28. September 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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