Louis Berta

2. Mai 1921, Paris – 9. September 1943
Louis Berta

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Louis Berta, Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17432

Nach dem Besuch der Volksschule lernt Louis Berta das Buchdruckhandwerk und arbeitet als Geselle in seinem Beruf. Danach ist er in einer Autofabrik beschäftigt und kommt 1941 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Wien zu den Steyer-Werken. Ein Jahr später kehrt er vorüber­gehend nach Frankreich zurück und findet dann als Dreher bei der Firma Albrecht in Berlin eine Anstellung.
Am Abend des 21. Mai 1943 versucht Berta während eines Fliegeralarms auf der Straße einer Frau die Hand­tasche zu entwenden. Das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 31. August 1943 auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 22-jährige Louis Berta am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Louis Berta

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Louis Berta

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 17431

Sterbeurkunde für Louis Berta vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. - 10. September 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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