Josef Blažek

9. Januar 1908, Ober Rosenthal (Horní Růžodol) – 18. Dezember 1942
Josef Blažek

Portrait von Josef Blažek

Muzeum Policie ČR, Praha/Polizeimuseum der Tschechischen Republik, Prag

Josef Blažek ist nach der Schule Kanzlei­gehilfe bei mehreren Rechts­anwälten. Von 1930 bis 1932 leistet er seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee. Nach seiner Übernahme in den Polizei­dienst 1936 ist er bis Frühjahr 1939 bei der Polizei­direktion in Reichen­berg (Liberec) und anschließend in Prag tätig.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Josef Blažek der nationalen Wider­stands­bewegung an und wird Mitglied der geheim­en Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation). Im Auftrag des Polizei­rats Karel Jaroš ermit­telt er An­schriften von Mitar­beitern und Vertrauens­leuten der Gestapo­leitstelle in Prag. Zudem wirkt er bei der Beschaf­fung von Ausweisen und entsprechenden Stem­peln für Personen mit, die durch ihre illegale Tätig­keit gefähr­det sind.
Josef Blažek wird Anfang Mai 1940 festge­nommen und zusammen mit Karel Jaroš und sieben weiteren Ange­klagten am 12. Juni 1942 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Josef Blažek wird am 18. Dezember 1942 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Blažek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 14. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-352-2

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Jaroš und andere vom 12. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11109, Bd. IV

Bekanntmachung der Hinrichtung von Josef Blažek und anderen, plakatiert Ende Dezember 1942 in Prag

Bundesarchiv 3017/11109, Bd. IV

Sterbeurkunde von Josef Blažek vom 19. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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