Conrad Blenkle

28. Dezember 1901, Berlin – 20. Januar 1943
Conrad Blenkle

Conrad Blenkle

Privatbesitz

Das Mitglied der „Freien Sozialis­tischen Jugend” tritt 1920 der KPD bei. Er wird 1923 in das Zentral­kommitee (ZK) des Kommu­nistischen Jugend­verband Deutschlands (KJVD) gewählt und im Sommer 1924 Vorsit­zender der Organisation. Dadurch gehört er in den folgenden Jahren auch dem ZK der KPD an. 1928 zieht er als jüngster Abgeord­neter in den Reichs­tag ein, dem er bis zum September 1930 angehört.
Ende 1928 setzt das ZK der KPD Blenkle als Vorsit­zenden des KJVD ab. Er wird Redakteur der „Jungen Garde”, des Organs des KJVD. Außerdem betätigt er sich im illegalen Roten Front­kämpfer-Bund. 1931 wegen „Pressever­gehens” zu 18 Monaten Festungs­haft verurteilt, setzt ihn die Partei­führung nach seiner Entlassung 1932 in Ober­schlesien ein.
Ab März 1933 leistet er illegale Arbeit in Berlin. Im Sommer 1934 emigriert er nach Amsterdam. Ab 1938 ist er zweiter Leiter der KPD-Abschnitts­leitung Nord in Kopen­hagen, die für Nord­deutsch­land zuständig ist. Im Mai 1941 übernimmt Blenkle die Anleitung der Instruk­teure und wird faktisch der Leiter der kom­mu­nistischen Partei­gruppe in Kopenhagen.
Nach der deutschen Besetzung Dänemarks wird Conrad Blenkle festge­nommen und nach Deutschland überstellt. Am 25. November 1942 wir er vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 20. Januar 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Conrad Blenkle

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Conrad Blenkle, 14. September 1942

Bundesarchiv R 3017/29359

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Conrad Blenkle, 25. November 1942

Bundesarchiv R 3017/29356

Sterbeurkunde von Conrad Blenkle vom 21. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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