Herbert Bochow

20. November 1906, Eberstadt – 5. Juni 1942
Herbert Bochow

Herbert Bochow

Bundesarchiv 7421

Herbert Bochow tritt 1929 der KPD bei. Er arbeitet ehrenamtlich im „Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller” und in der Agitprop-Abteilung der KPD Leipzig. Durch Vermittlung von Arthur Pieck erhält er im Juni 1932 eine Anstellung in der Geschäftsleitung des „Arbeiter-Theater-Bundes Deutschland”. Anschließend wechselt er für einige Wochen als Buchhalter in den Verlag der Roten Hilfe Deutschlands und kehrt schließlich nach Leipzig zurück.
Er arbeitet als Schulungsleiter in den KPD-Unterbezirken Aue und Waldheim und setzt diese Tätigkeit auch nach dem Reichstagsbrand und dem faktischen Verbot der KPD fort.
Herbert Bochow wird am 7. Februar 1936 durch das Oberlandesgericht Dresden wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.
Nach seiner Entlassung im Sommer 1936 nimmt er Kontakt zur illegalen KPD und zu bürgerlichen Hitlergegnern auf. Er baut im Raum Dresden eine überparteiliche Widerstandsgruppe auf, die sich vor allem aus Künstlern und Intellektuellen zusammensetzt.
Herbert Bochow wird am 25. Juni 1941 festgenommen, am 20. März 1942 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 5. Juni 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Herbert Bochow und Else Glasmacher, 22. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/34849

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Herbert Bochow und Else Glasmacher, 20. März 1942

Bundesarchiv R 3017/34849

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