Cato Bontjes van Beek
Nach einem achtmonatigen Englandaufenthalt absolviert sie 1937/38 am Lette-Verein in Berlin eine bürotechnische Ausbildung und ist 1938/39 als Büroangestellte in Bremen beschäftigt. Im Herbst 1939 zieht sie nach Berlin und macht eine Ausbildung als Keramikerin in der Werkstatt ihres Vaters.
Ab Herbst 1940 hilft sie mit ihrer Schwester Mietje französischen Kriegsgefangenen und verfolgten Jüdinnen und Juden. Im Herbst 1941 machen sie und ihr Freund Heinz Strelow die Bekanntschaft von Libertas und Harro Schulze-Boysen. Gemeinsam mit Heinz Strelow beteiligt sich Cato Bontjes van Beek an der Herstellung der Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk”.
Nach der Enttarnung der Roten Kapelle wird Cato Bontjes van Beek am 20. September 1942 zusammen mit ihrem Vater festgenommen. Während Jan Bontjes van Beek keine Mitwisserschaft nachgewiesen werden kann und er am 22. Dezember 1942 wieder aus der Haft entlassen wird, verurteilt das Reichskriegsgericht Cato Bontjes van Beek am 18. Januar 1943 wegen „Beihilfe zur Vorbereitung zum Hochverrat und zur Feindbegünstigung” zum Tode. Sie wird 22-jährig am 5. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk”, Februar 1942
Bundesarchiv R 58/4105
Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Cato Bontjes van Beek und andere, 4. August 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Karton A, StPL (RKA)
Sterbeurkunde von Cato Bontjes van Beek vom 6. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Cato Bontjes van Beek (3. v.l.) mit ihrer Mutter Olga Bontjes van Beek (1. v.l.) und ihrem Bruder Tim Bontjes van Beek (1. v.r.) in Fischerhude um 1939
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Cato Bontjes van Beek (links) in Berlin, um 1941
Gedenkstätte Deutscher Widerstand











