Erwin Braatz

13. Februar 1909, Emmerich – 15. Dezember 1944
Erwin Braatz

Erwin Braatz, 1936

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 15225

Erwin Braatz schließt nach der Schule eine Ausbildung zum kauf­männischen Gehilfen ab. 1927/28 ist er Soldat bei der Reichs­wehr und arbeitet nach seiner Entlassung wieder als Verkäufer. Erwin Braatz wird 1941/42 in die Wehr­macht eingezogen, aus gesund­heitlichen Gründen jedoch nicht an der Front einge­setzt.
Ab 1942 erwirbt und verkauft er Lebens­mittel­geschäfte in Berlin. Erwin Braatz wird am 20. April 1944 festge­nommen. Ihm wird vorge­worfen, gestohlene Waren weiterzu­verkaufen und „Schleich­handel" mit Lebensmitteln zu treiben. Das Sonder­gericht VI bei dem Landgericht Berlin verurteilt Erwin Braatz am 23. November 1944 wegen „Kriegs­wirt­schafts­verbrechen“ zum Tode.
Er wird am 15. Dezember 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erwin Braatz

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 15228

Tenor des Urteils gegen Erwin Braatz und andere, 28. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 15226

Mitteilung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Erwin Braatz, 15. Dezember 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 15228

Sterbeurkunde von Erwin Braatz vom 15. Dezember 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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