Eduard Brücklmeier
Brücklmeier gehört zu einer kleinen Gruppe junger regimekritischer Diplomaten, die 1938/39 die gegen einen Krieg gerichtete Politik des Staatssekretärs Ernst von Weizsäcker unterstützen. Kurz nach Kriegsbeginn wird Brücklmeier von seinem Hausarzt wegen Defätismus denunziert, festgenommen und von dem Chef des Reichssicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich, persönlich verhört. Im Rahmen eines Disziplinarverfahrens wird er in den Ruhestand versetzt.
Eduard Brücklmeier vermittelt Kontakte zwischen Goerdeler, Leuschner, Maaß, Stauffenberg und seinem ehemaligen Vorgesetzten aus Teheran, dem Botschafter Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg.
Sieben Tage nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 wird Brücklmeier in Prag festgenommen und am 29. September vom „Volksge­richtshof” zum Tode verurteilt. Am 20. Oktober wird er im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Eduard Brücklmeier vor dem „Volksgerichtshof”, 29. September 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Eduard Brücklmeier vom 21. Oktober 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





