Stefan Bula

11. Dezember 1894, Altkloster (Kaszczor) – 5. Dezember 1941
Stefan Bula ist Landarbeiter auf einem Gut in Nieder­weide. Er wird nach Ausbruch des Ersten Welt­krieges zur Infanterie eingezogen. Mehrfach verwundet, wird er im November 1916 aus dem Heeres­dienst entlassen. Bula beginnt wieder als Gutsarbeiter in Niederweide zu ar­beiten, zunächst als Kut­scher, dann als Stallmeister. Als 1930 das Gut verkauft wird, wird Bula arbeitslos und lernt ab Februar 1932 an der Kriegsinvalidenschule in Posen das Schneiderhandwerk. Er kehrt nach Niederweide zurück und erhält erneut eine Stelle als Gutsarbeiter.
An Pfingsten 1939 wird Bula bei einer Reise zu seiner Schwester an der polnisch-deutschen Grenze von einem Mitarbeiter des polnischen Nachrichtendienstes zu Spionage­tätigkeiten aufgefordert. Er fährt noch mehr­mals im Sommer 1939 nach Deutschland und erstattet seinen Auftraggebern Bericht.
Am 15. September 1941 wird Stefan Bula vom 4. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt.
Stefan Bula wird am 5. Dezember 1941 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stefan Bula

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Stefan Bula vom 7. Mai 1941

Bundesarchiv R 3017/8904

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stefan Bula vom 15. September 1941

Bundesarchiv R 3017/8904

Sterbeurkunde von Stefan Bula vom 5. Dezember 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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