Fuat Bulatow

23. Februar 1913, Meleus – 25. August 1944
Fuat Bulatow

Fuat Bulatow

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

Fuat Bulatow, verheirateter Bauingenieur aus Kasan, ist im Straßenbau in Jalta auf der Krim beschäftigt, als am 22. Juni 1941 deutsche Truppen die Sowjetunion über­fallen. Er wird in die Rote Armee eingezogen und gerät später in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Fuat Bulatow, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegsgefangene, für die Auf­nahme in diese Legion. Um ihre Widerstandsaktivi­täten zu tarnen, müssen sie Kollaboration vortäuschen. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Über­laufen zur Roten Armee zu bewegen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe von der Gestapo aufgedeckt. Fuat Bulatow, Musa Dshalil und die meisten seiner Gefährten werden festgenom­men. Der 2. Senat des in Dresden tagenden Reichskriegsge­richts verurteilt Fuat Bulatow am 12. Februar 1944 wegen „Feindbe­günstigung und Zersetzung der Wehrkraft” zum Tode.
Fuat Bulatow wird am 25. August 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Kurmaschew und Dshalil

Militärhistorisches Archiv, Prag

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