Jan Choleva

16. Mai 1897, Ustrón – 19. März 1942
Der Sohn eines Kessel­schmieds erlernt nach der Volks­schule ebenfalls das Kesselschmiede­handwerk. Nach dem Ersten Weltkrieg dient er bis 1923 in der Tschecho­slowa­kischen Armee, anschließend arbeitet er auf dem Oderschacht in Marienberg (Mariánské Hory), wo Stein­kohle und Eisenerz abgebaut werden.
Jan Choleva steht der Kommunistischen Partei der Tschecho­slowakei (KPČ) nahe, ohne Mitglied zu sein. Nach deren Verbot und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der ille­galen KPČ im Kreis Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) an, die sich gegen die NS-Besatzung richtet.
Als Bezirksleiter des Stadtteils Marienberg wirbt er wei­tere Mitglieder und baut sieben weitere Gruppen auf. Ab Juli 1939 lässt er mittels eines technischen Apparats im größeren Stil Flugschriften produzieren und verbreiten. Bis zu seiner Fest­nahme Ende März 1941 fungiert er auf­grund seiner zahlreichen Kontakte oft auch als Verbin­dungsmann.
Am 6. November 1941 verur­teilt der „Volksge­richtshof” den Vater zweier Söhne wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Die anderen fünf Angeklag­ten erhalten Zucht­hausstrafen. Jan Choleva wird am 19. März 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jan Choleva

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Jan Choleva vom 21. Mai 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-497-2

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Jan Choleva vom 10. Juli 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-497-8

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Choleva und andere vom 6. November 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS)

Sterbeurkunde von Johann Choleva vom 19. März 1942

Archiv der Masaryk-Universität Brno

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