Jan Choleva
Jan Choleva steht der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) nahe, ohne Mitglied zu sein. Nach deren Verbot und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der illegalen KPČ im Kreis Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) an, die sich gegen die NS-Besatzung richtet.
Als Bezirksleiter des Stadtteils Marienberg wirbt er weitere Mitglieder und baut sieben weitere Gruppen auf. Ab Juli 1939 lässt er mittels eines technischen Apparats im größeren Stil Flugschriften produzieren und verbreiten. Bis zu seiner Festnahme Ende März 1941 fungiert er auf­grund seiner zahlreichen Kontakte oft auch als Verbin­dungsmann.
Am 6. November 1941 verurteilt der „Volksgerichtshof” den Vater zweier Söhne wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Die anderen fünf Angeklagten erhalten Zuchthausstrafen. Jan Choleva wird am 19. März 1942 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Jan Choleva
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Haftbefehl gegen Jan Choleva vom 21. Mai 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-497-2
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Jan Choleva vom 10. Juli 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-497-8
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Choleva und andere vom 6. November 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS)
Sterbeurkunde von Johann Choleva vom 19. März 1942
Archiv der Masaryk-Universität Brno














































































