Stoiko Christoff

15. Dezember 1915, Medovina – 8. Februar 1944
Stoiko Christoff

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stoiko Christoff

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149

Stoiko Christoff wird am 15. Dezember 1915 im bulga­rischen Medovina geboren und kommt im Frühjahr 1942 als „Zivilarbeiter” nach Berlin, wo er als Gärtner be­schäftigt ist.
Nach einem Luftangriff auf Berlin am 23. August 1943 ist er mit anderen Männern zu Aufräumarbeiten in Berlin-Schöneberg eingesetzt. Gemeinsam mit Athanas Atanasoff nimmt er aus einem ausgebrannten Zimmer dreieinhalb Meter Anzugstoff an sich. Außerdem behält er eine im Straßenschutt liegende Damenhandtasche.
Beide Männer werden deswegen am 4. Januar 1944 vom Sondergericht IV beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” wegen „Plünderns” zum Tode verurteilt. Das Gnaden­gesuch wird am 27. Januar 1944 abgelehnt.
Stoiko Christoff wird am 8. Februar 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des Sondergerichts bei dem Landgericht Berlin gegen Athanas Atanasoff und Stoiko Christoff vom 4. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17148

Urteil des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Stoiko Christoff vom 4. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17149

Handschriftliches Gnadengesuch von Stoiko Christoff vom 14. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149

Deutsche Übersetzung des Gnadengesuchs von Stoiko Christoff vom 14. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149

Ablehnung des Gnadengesuchs durch den Reichsminister der Justiz vom 27. Januar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17149

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