Stoiko Christoff


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stoiko Christoff
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149
Nach einem Luftangriff auf Berlin am 23. August 1943 ist er mit anderen Männern zu Aufräumarbeiten in Berlin-Schöneberg eingesetzt. Gemeinsam mit Athanas Atanasoff nimmt er aus einem ausgebrannten Zimmer dreieinhalb Meter Anzugstoff an sich. Außerdem behält er eine im Straßenschutt liegende Damenhandtasche.
Beide Männer werden deswegen am 4. Januar 1944 vom Sondergericht IV beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” wegen „Plünderns” zum Tode verurteilt. Das Gnadengesuch wird am 27. Januar 1944 abgelehnt.
Stoiko Christoff wird am 8. Februar 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des Sondergerichts bei dem Landgericht Berlin gegen Athanas Atanasoff und Stoiko Christoff vom 4. November 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17148
Urteil des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Stoiko Christoff vom 4. Januar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17149
Handschriftliches Gnadengesuch von Stoiko Christoff vom 14. Januar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149
Deutsche Übersetzung des Gnadengesuchs von Stoiko Christoff vom 14. Januar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 17149
Ablehnung des Gnadengesuchs durch den Reichsminister der Justiz vom 27. Januar 1944
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 17149















