Alfred Delp SJ
Nach einem Noviziat im Jesuitenorden studiert Delp Philosophie und ist anschließend bis 1934 Jugenderzieher im Internat des Jesuitenkollegs in Feldkirch und Präfekt am Jesuitenkolleg St. Blasien. 1934 beginnt Delp ein Theologiestudium und empfängt 1937 die Priesterweihe. Ab 1939 bis zu ihrem Verbot 1941 ist Delp Redakteur der Zeitschrift des Jesuitenordens „Stimmen der Zeit” und danach Seelsorger in der Filialgemeinde St. Georg in München-Bogenhausen.
Alfred Delp nimmt ab Sommer 1942 an zahlreichen Besprechungen sowie an der zweiten und dritten Tagung des Kreisauer Kreises teil und kann Grundlinien der katholischen Soziallehre in die Neuordnungspläne einfließen lassen. Er tritt jedoch nicht nur als Denker und Philosoph hervor, sondern stellt auch Kontakte von einzelnen Münchener Widerstandskreisen zur Gruppe um Helmuth James Graf von Moltke her.
Delp wird am 28. Juli 1944 in München festgenommen und Anfang August nach Berlin in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 gebracht. Im September wird er in das Gefängnis Tegel verlegt. Dort gelingt es seinem Mitbruder Franz von Tattenbach ihm am 8. Dezember heimlich sein Ordensgelübde abzunehmen.
Alfred Delp wird am 11. Januar 1945 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofes” gegen Helmuth James Graf von Moltke, Eugen Gerstenmaier, Franz Sperr, Franz Reisert, Josef Ernst Fürst Fugger von Glött und Alfred Delp, 11. Januar 1945
Privatbesitz
Alfred Delp vor dem „Volksgerichtshof”, dahinter Helmuth James Graf von Moltke, 9. Januar 1945
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

























