Oskar Denner

18. April 1917, Villingen – 4. Juni 1937
Oskar Denner

Oskar Denner

Bundesarchiv R 3017/31093

Oskar Denner ist nach dem Besuch der Volksschule und einer Fortbildungsschule als Hotelportier und Hilfsarbeiter tätig. Ab September 1934 leistet er für ein Jahr Arbeitsdienst und arbeitet anschließend in seiner Heimatstadt Villingen als Zeitschriftenwerber. Im April 1936 geht er nach Straßburg, wo er nach einer Auseinandersetzung festgenommen wird und gegenüber der Polizei erklärt, er wolle sich der Fremdenlegion anschließen.
Bei einem Verhör durch den französischen Nachrichtendienst wird er über die in Villingen stationierten Truppenteile sowie seinen Arbeitsdienst befragt. Zudem wird er beauftragt, den Fliegerhorst in Salzwedel auszuspähen, wo sein Bruder stationiert ist. Auf seiner Rückreise nach Straßburg wird Oskar Denner am 1. Mai 1936 in Kehl festgenommen. Er wird am 30. Juli angeklagt und am 12. Dezember 1936 vom vierten Senat des „Volksgerichtshofs” wegen Landesverrats zum Tode verurteilt.
Oskar Denner wird am 4. Juni 1937 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Oskar Denner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift von Oskar Denner, 30. Juli 1936

Bundesarchiv R 3017/30962

Tenor des Urteils gegen Oskar Denner, 12. Dezember 1936

Bundesarchiv R 3017/31092

Ablehnung eines Gnadenerweises für Oskar Denner, 26. Mai 1937

Bundesarchiv R 3017/31092

Protokoll der Hinrichtung von Oskar Denner, 4. Juni 1937

Bundesarchiv R 3017/31092

zurück