Heinrich Depping

24. Juni 1903, Hummerbruch/Kreis Lemgo – 24. Mai 1943
Heinrich Depping arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule als Zechen­arbeiter und in der Land­wirtschaft. Er wird wegen Bettelns und verschiedener Eigen­tums­delikte mehrfach zu Haft­strafen verurteilt. 1934 wird er zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus und anschlie­ßender Sicher­heits­verwahrung verurteilt und während der Haft im Gefängnis Berlin-Moabit zwangs­sterilisiert.
Im August 1942 kann er bei Außen­arbeiten aus der Haft entweichen. Während seiner Flucht lernt er eine Frau kennen, mit der er im Dezember 1942 festge­nommen wird. Ihnen werden mehrere Einbrüche und der Diebstahl von Kleidung, Klein­tieren und Lebens­mitteln vorge­worfen.
Heinrich Depping wird am 10. April 1943 vom Sonder­gericht II beim Land­gericht Berlin als „gefährlicher Gewohnheits­verbrecher und Volks­schädling” zum Tode verur­teilt. Er wird am 25. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Tenor des Todesurteils gegen Heinrich Depping, 13. April 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 943/1

Ablehnung des Gnadengesuchs von Heinrich Depping, 13. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 943/2

Mitteilung über die Hinrichtung von Heinrich Depping, 24. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 943/1

Sterbeurkunde von Heinrich Depping vom 25. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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