Adolphe Deschamps

21. November 1920, Bois-Colombes – 20. Oktober 1944
Adolphe Deschamps wächst in Bois-Colombes in der Nähe von Paris auf. Mit 16 Jahren beendet Deschamps die Schule und beginnt eine dreijährige Lehre zum Mechaniker. Anschließend arbeitet er für Citroën. Deschamps ist geschieden und Vater eines Kindes. Im Oktober 1940 kommt Deschamps als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland.
Er wird nach Krakau (Kraków) vermittelt, wo er sich 1942 bei einem Arbeits­unfall an den Augen verletzt. Er kommt in ärztliche Behandlung und versucht Papiere für die Rückkehr nach Frankreich zu erhalten. Im März 1944 gibt er seine Beschäftigung auf. Im Juli und August 1944 beteiligt sich Deschamps an vier Geschäftseinbrüchen in Berlin. Er wird am 14. August fest­genommen und am 4. Oktober zusammen mit drei weiteren französischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern vor dem Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin angeklagt. Adolphe Deschamps und Maxime Laroque werden zum Tode verurteilt.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird der 23-jährige Adolphe Deschamps am 20. Oktober 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Adolphe Deschamps

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Adolphe Deschamps, 20. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1952/3

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