Otto Detzel

30. September 1892, Reutlingen – 3. März 1943
Der gelernte Klempner und Rohr­leger Otto Detzel lebt mit seiner Familie seit 1942 in Berlin. Nach einem Luft­angriff in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1943 hilft Otto Detzel in den frühen Morgen­stunden bei der Räu­mung eines von Brand­bomben beschädigten Hauses, in dem sich auch ein Lebens­mittel­geschäft befindet.
Er entwendet bei den Arbeiten einige Lebens­mittel für seine Familie, ein Päckchen Tabak sowie 9,30 Reichs­mark. Als er von einem Hitlerjungen beschuldigt wird, eine Flasche Kognak gestohlen zu haben, werden in seinen Taschen das Geld und die Lebens­mittel gefunden.
Otto Detzel wird festge­nommen, am darauf­folgenden Tag angeklagt, von Sondergericht I beim Landgericht Berlin zum Tode verurteilt und direkt im Anschluss an das Urteil im Strafge­fängnis Plötzensee am 3. März 1943 ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Otto Detzel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des Sondergerichts I beim Landgericht Berlin gegen Otto Detzel, 3. März 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 807

Mitteilung über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Otto Detzel, 4. März 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 807

Sterbeurkunde von Otto Detzel vom 4. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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