Friedrich Deutsch
Aus einer ersten Ehe mit Anna Katharina Weyers gehen zunächst drei Kinder hervor. Die Zwillingsschwestern sterben jedoch als Neugeborene, der Sohn verstirbt im Alter von einem Jahr ebenfalls. Danach ist seiner Frau der Aufenthaltsort von Friedrich Deutsch nicht mehr bekannt und die Ehe wird 1931 geschieden.
Er arbeitet in Westfalen und im Rheinland als Melker und Obst- und Gemüsehändler. 1932 heiratet er Margarete Gerhards, mit der er vier Kinder bekommt. Zwischen 1927 und 1939 verbüßt Friedrich Deutsch mehrere Gefängnis- und Zuchthausstrafen wegen Einbrüchen, Diebstählen und Urkundenfälschung. Nach Entlassung aus der Haft geht er 1939 ohne seine Familie nach Berlin.
Im Frühjahr 1940 pachtet Deutsch ein Stück Ackerland in Berlin-Spandau, welches er bewirtschaftet. Der Landwirt eröffnet dort außerdem einen Schweinehandel und hält Geflügel, Schafe und Kühe.
Ab Herbst 1940 beginnt er, die Tiere ohne Erlaubnis zu schlachten, um das Fleisch zu verkaufen. Er wird festgenommen, am 20. Juni 1941 in die Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit eingeliefert und am 23. Februar 1942 vom Sondergericht I beim Landgericht Berlin wegen „Kriegswirtschaftsverbrechen“ zum Tode verurteilt.
Friedrich Deutsch wird am 29. April 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Friedrich Deutsch
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von Friedrich Deutsch vom 29. April 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



