Alexander Diaman

11. Mai 1874, Budapest – 7. Dezember 1940
Alexan­der Diaman wird am 11. Mai 1874 in Budapest ge­boren und ist nach dem Besuch des Gym­na­siums und der Han­dels­aka­demie als Kauf­mann tätig. Danach ar­bei­tet er beim öster­rei­chisch-unga­rischem General­kon­sulat in Mar­seille als Kanz­lei­ange­stellter und als franzö­sischer Über­setzer im unga­rischen Außen­minis­terium, seit 1929 lebt er in Tep­litz-Schönau und ist als Vertre­ter für verschie­dene Firmen tätig. Im Mai 1939 siedelt er nach Paris über.
Seit 1935 ist Diaman für den franzö­sischen Geheim­dienst tätig, seit 1937 führt er auch Erkun­dungs­auf­träge für den tschecho­slowa­kischen Geheim­dienst aus. Er sammelt Informa­tionen zu wirt­schafts­poli­tischen und militär­ischen Vor­gängen im Sudeten­gebiet und in verschie­denen Städten des Deutschen Reiches, unter anderem zur Stimmung in der deutschen Bevöl­kerung und Befes­tigungs­anlagen in den Grenz­gebieten. Darüber hinaus ist er als Kurier für die Über­mittlung von Briefen an im Deutschen Reich arbei­tende Agenten verant­wortlich.
Alexander Diaman wird im Juli 1939 festge­nommen, am 4. September 1940 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ wegen „landes­verrä­terischer Ausspä­hung“ zum Tode verur­teilt und am 7. Dezember 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Alexander Diaman

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Alexander Diaman vom 19. April 1940

Bundesarchiv R 3017/28169

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Alexander Diaman vom 4. September 1940

Bundesarchiv R 3017/9357

Sterbeurkunde von Alexander Diaman vom 7. Dezember 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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